Black River, der dritte Versuch

Nachdem wir nun 2 völlig erfolglose Versuche unternommen haben nach Black River zu kommen um endlich die Krokodile zu sehen, ist nun der Tag endlich gekommen an dem wir dies sehen dürfen. Wir waren in Black River.

Gestartet in Belmont sind wir am Riff vorbei bis weit raus aufs mehr gefahren, wo Errol unser Tourguide und Fischer gleich erst einmal seine 3 Angeln ausgeworfen hat und versucht, uns einen leckeren tuna zu fangen. Also tuna, zu Deutsch Thunfisch werden in Jamaika aber nicht alle Fische beim Angeln bezeichnet die Thunfische sind, sondern alle relativ großen Fische. Man kann es aus dem patua also als “großer Fisch” bezeichnen. Ob das genau stimmt weiß ich nicht, das ist zumindest mein Eindruck gewesen.
Das Wetter war mal wieder klasse, es gab einige Wolken damit wir nicht getoastet werden und nur wenige Wellen. Wir passierten weit draußen das uns nächst gelegene Hotel nahe whitehouse, das sundall’s palace hotel. Das ist ein kunterbunt angemalter Koloss mit 4 oder 5 Bettenburgen. Allerdings eine relativ luxuriöse Klasse für die Südküste und wohl an der Südküste auch das einzige große Hotel. Zumindest bei uns in der Gegend in Westmoreland. Es ging weiter an 2 oder drei Landzungen vorbei, als plötzlich vom Land her Regen aufzog. Errol hat es noch versucht zu umfahren und uns weiter raus gebracht, allerdings mussten wir um nach black river zu gelangen direkt durch eine solche dunkle Wolke hindurch. Nichts für Seekranke und Weicheier. Der Motor heulte auf und ab ging es über etwa 2 Meter hohe Wellen schräg nach black river. Mir hat permanent die Gischt ins Gesicht gespritzt so dass ich vor lauter Salzwasser nichts mehr sehen konnte. Hotschi saß weiter links und hatte es etwas besser, unser Herr Vermieter hatte einen Regenmantel mit.

Nachdem wir nun endlich die Mündung von black river erreicht hatten, passierten wir einige Fischerboote. Leider hatten wir bis dahin noch nichts gefangen und Errol hat uns spontan einen tollen Redsnapper (geil schmeckender Fisch) “besorgt” den er später noch machen wollte.

Black river ist eine relativ alte Fischerstadt, die auch nicht besonders groß ist. Überall im Hafen Fischerboote mit größtenteils Krabbenkörben. Redsnapper und Co fangen die Jamaikaner noch auf ganz klassische Weise, nämlich per Angel oder per Tauchmaske und Speer. Eines der Boote hatte einen riesigen Turm von selbstgebauten Körben drauf. Faszinierend. Weiter ging es am Touristenanhaltepunkt vorbei den Fluss hinauf. Leider gab es die ganze Strecke noch kein Krokodil zu sehen, das ist aber noch nicht unbedingt ein schlechtes Zeichen. Unter einer Brücke hindurch, an der die Touristentouren mit den großen Booten schon enden (ich fand die ganze Stecke schon etwas kurz für Touristen), bis zu einem kleinen, ehemaligen Fischertreffpunkt der zum Touristenpunkt ausgebaut wurde. Da standen im Prinzip 5 Hütten und ein Kühlschrank.Mangroven am Black RiverWährend Errol sich sofort an das Ausnehmen und zubereiten des Fisches gemacht hatte, ließen wir uns im schattigen Zelt nieder, bei einem kühlen Red Stripe Bier. Der Fisch hat einfach Klasse geschmeckt und Errol ist wohl einer der coolsten Jamaikaner die wir hier bereits kennen gelernt haben. Zurück ging es den Fluss hinunter und dort wo am Hafen herauf noch ein Vogel stand, lag nun ein fettes Krokodil in der Sonne. So haben wir doch noch ein Krokodil gesehen und was für ein Brocken das war. Klasse. Bei Sonnenuntergang waren wir dann wieder zurück in bluefields am Stand und Errol hat uns sogar noch einen Thunfisch gefangen, welchen der Hotschi dann heute spontan mal gekocht hat.

Über Jamaikaboy

Ich bin Idividualreisender, der nach und nach die Welt erkundet. Jamaika war eine meiner ersten Stationen und ich bewundere diese Insel bis heute. Ob Pauschalreisen oder Backpacker, ich möchte mein ganzes Wissen auf dieser Seite bekannt geben.
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Eine Antwort auf Black River, der dritte Versuch

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