Ein Russe in Jamaika oder: der Russe und die Nutten

Was passiert wenn ein Russe, ein Jamaikaner und ein Deutscher (meine Wenigkeit) in Jamaika aufeinander treffen? Richtig! Sie fahren Minibus. Ich war am Freitag mal wieder in Savanna-la-mar im Jamaika Internetcafe und habe einige Sachen erledigt.

Wir haben uns in sav mit einigen Bekannten getroffen, “While”, einer von Ihnen hatte einen Russen dabei. Man muss dazu sagen, das “While” ein netter Typ ist, der sich um Rucksacktouristen und ähnlich kümmert. Das macht der hauptsächlich der Kontakte wegen und wird als Gegenleistung halt dann auf die Drinks eingeladen. Der Russe – der ist einfach zu krass der Typ. Der kam vor drei Monaten aus Russland nach Jamaika, konnte nicht ein einziges Wort englisch, um Schuhe zu verkaufen. Geblieben ist er in Negril wo er sage und schreibe 1800 Euro für ein kleines 10 Quadratmeter Holzzimmer bezahlt hat. Dort gefiel es ihm wohl trotzdem, auch wenn er bereits in die Verlegenheit kam ausgeraubt zu werden. Dort in Negril gibt’s nämlich Nutten aus Jamaika ohne Ende und das hat Ihm wohl gefallen. Er wohnt in Russland irgendwo in der Nähe von Jakutsk, tiefstes Russland also. Ein ziemlich großer Typ, Rastahaare, der früher mal außerhalb von Moskau ein Schutzgeld Erpresser war. Die Rastas waren eher verknotete dünne Russenhaare als echte Rastas. Schön fettig.
Er meinte von Moskau bis zu Ihm nach Hause wäre es eine Reise von ganzen 6 Tagen – und das ist auch der Grund weshalb er in Savanna-la-mar war. Er wollte eine Jacke kaufen, damit er, wenn er am 26.12. zurück nach Russland fährt, nicht erfriert. Denn er fliegt 2 Tage erst nach London und dann nach Moskau und fährt dann noch mal 4 Tage mit Bus und Bahn. Jacke kaufen – das soll man mal in Jamaika versuchen, hier gibt es kaum richtige Jacken, geschweige denn eine Winterjacke. Ein lustiges Unterfangen also. Nachdem wir ganze 1,5 Stunden einen Laden gesucht haben, hat er nun endlich eine Jacke. Da muss er zwar noch 4 T-Shirts drunter ziehen um nicht zu frieren, aber das wird schon. “soon come” wie die Jamaikaner sagen. Also haben wir uns einen Minibus angehalten damit wir zurück hier ins Haus kommen können. Und da Minibusfahren in Jamaika etwas anderes ist als in Deutschland, wurde es erst richtig interessant.
Von ganz hinten hatte ich einen guten Überblick und konnte einsehen wie viele Schüler, es war gerade Schulschluss, der Fahrer einlud. Minibusse stehen nämlich meistens so lange da, bis Sie randvoll sind. Einmal Minibusfahren in die Stadt kostet nur 50 J$ – das sind etwa 60 Cent. Nicht teuer. Dafür waren wir auf 4 Sitzreihen verteilt aber dann genau 23 Leute in diesem Minibus. Hart. Ich habe das gefilmt, schauen wir uns an wenn ich wieder zurück bin. Vielleicht bekomme ich es auch irgendwie hier in den Blog gesetzt. Als wir nun endlich wieder im Haus angekommen waren, hieß es erst einmal Einkäufe hoch tragen. Dieser steile Berg immer. Während ich in sav meine Zeit mit While, einen Jamaikaner und eben diesem Russen, Sergej verbracht habe, waren Hotschi und Mark bei einem Bekannten der Baumaschinen verleiht. Abends wurde dann noch schön getrunken, denn der Russe blieb da und wollte mit dem Boot mit nach Black River zu den Krokodilen fahren. Da saßen dann doch echt ein jamaikanischer Rasta, ein russischer Rasta und wir am Tisch – der Russe versuchte mit Händen und Füßen zu erklären und Geschichten zu erzählen, interessant sag ich euch. Er hat uns erzählt wie er ohne ein Wort englisch an der Einreise in Jamaika festsaß weil er nicht wusste was die von Ihm wollten, bis er der Dame am Schalter 20 US in die Hand gedrückt hat. Oder wie er eine Krabbe, die in einem Loch in seinem Zimmer wohnte, erst um 2 Beine und dann um Ihre Augen erleichtert hat. Der Stift von seinem PDA war da wohl genau das richtige Werkzeug. Er hatte auch noch nie fette Frauen gesehen, das hat man an seinen Videos gemerkt, welche er aufgenommen hatte.More...

Überhaupt hat er gedacht die Einwohner von Jamaika wären weiß. Ziemlich krass der Kunde. Aber auch beachtlich das er sich schon gut verständigen kann obwohl er vorher kein Wort englisch konnte. Aber er spricht auch mehr Patua. Überhaupt gab es einige witzige Situationen mit dem Russen, denn alle Wörter die er nicht konnte, hat er gestikuliert. Der konnte gar nicht stillsitzen, ziemlich krass. Am nächsten Morgen ging es zeitig aus den Federn. Ich habe mich richtig auf die Krokodiltour gefreut. Doch daraus wurde wieder einmal nichts. Da scheint ein Fluch darüber zu liegen. Ich habe mich jedenfalls heute früh nach dem Aufstehen ordentlich geärgert als es hieß Mark kann nicht mitkommen – er hatte wohl Kopfschmerzen und einen Kater – kein Wunder wenn man 3 Flaschen Rum zu Dritt leert, und das am Abend vor dem Frühaufstehen für die Blackriver tour. Ich war heute früh jedenfalls mächtig sauer, aber wenn’s einem nicht gut geht macht es wenig Sinn alleine zu fahren, einmal wird’s teuer und außerdem wollte er es ja auch sehn. Na ja, soon come, wie die Jamaikaner sagen…

Über Jamaikaboy

Ich bin Idividualreisender, der nach und nach die Welt erkundet. Jamaika war eine meiner ersten Stationen und ich bewundere diese Insel bis heute. Ob Pauschalreisen oder Backpacker, ich möchte mein ganzes Wissen auf dieser Seite bekannt geben.
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2 Antworten auf Ein Russe in Jamaika oder: der Russe und die Nutten

  1. Tom Murphy sagt:

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