Ab nach Jamaika – mich packt die Reiselust

Wenn einen die Reiselist packt, dann landet man nicht immer dort wo man eigentlich hin möchte. Ich bin in Jamaika gelandet, aber wieso? Ob das gut oder schlecht ist, das wird sich im Laufe der Zeit noch zeigen. Grundsätzlich bin ich noch nie als Backpacker unterwegs gewesen und war eigentlich bisher nie ein großer Freund dieser Reiseart. Doch das kann sich ja noch ändern. Als Jugendlicher war ich mit meinen Großeltern auf der traumhaften Insel Aruba. Als Teil der so genannten Niederländischen Antillen liegt Aruba knapp 50 Meilen vor der Venezuelanischen Küste. Aruba ist nichts für Backpacker Ein tropisches Klima paart sich auf dieser relativ kleinen Insel mit wenig Vegetation und relativ reichen Einwohnern. Oft lassen sich niederländische Ruheständler in dieser ehemaligen Kolonie nieder und bringen neben den Touristen viel Geld ins Land. Ich war zuvor noch nie so weit weg und dann auch noch direkt in die Karibik – Aruba – ich war verloren.

Fortan wollte ich irgendwann einmal in meinem Leben auf einer Insel wohnen – das es so schnell passiert habe ich allerdings nicht gedacht. Aruba war eigentlich immer mein Traum, doch wie sich herausstellen sollte ist das nicht immer der günstigste Fall. Aruba ist eben teuer. Im Rahmen meines Studiums bin ich derzeit im Diplomsemester. Damit ich das nächste Studium noch beginnen kann, bietet es sich an Englisch zu lernen, weswegen ich geplant hatte eine Zeit nach London zu gehen. Und wie das immer so ist, sind Planungen und an der Realität manchmal ein wenig vorbei. Doch London bot sich an – nicht nur wegen der guten Flugverbindungen. Auch wegen der Nähe zu meinem Heimatort im Osten Deutschlands.

Leider ist auch London nichts für arme Leute, Wohnraum ist teuer und der Lebensunterhalt ist äußerst aufwendig zu bestreiten, kurzum: Ohne Moos nichts los. Für drei Monate hatte ich locker 3000 Euro geplant. Und das ist eigentlich eine Basis, sich einmal umzuschauen ob man statt Regen nicht auch Sonne bekommen könnte. So habe ich mich im Internet einfach einmal umgeschaut ob es nicht englischsprachige Alternativen gibt. Vor allem Irland hat mich damals sehr interessiert.

Globus
Quelle: Pixelio.de

Irgendwann, eines Nachts im Internet hatte ich dann die Idee doch mal nachzuschauen, welche Karibikinseln eigentlich englisch sprechen und für die Kommunikation und meine Recherche in Sachen Diplomarbeit einen ordentlichen Internetanschluss haben. Ohne geht es ja kaum noch. Das Internet war für mich überhaupt eine große Vorraussetzung um, egal wohin, wegzufahren. Per Skype kann man billig telefonieren und per E-Mail hält man einfach Kontakt. Eine Vorraussetzung also. Nun habe ich natürlich sofort in Aruba nachgeschaut, doch leider war Aruba keine Insel mit einem stark ausgebauten Telefonnetz. Auch die anderen Inseln der Niederländischen Antillen, Curacao, Bonaire (auch ABC Inseln genannt) schieden unter diesem Gesichtspunkt schnell aus. Außerdem waren die Lebenserhaltungskosten für Aruba, Curacao, Bonaire in diesen Gegenden doch schon sehr teuer.

Nun hatte ich mich schon mit dem Gedanken abgefunden, dass es auf Inseln kein ordentliches Internet gibt, als ich Jamaika traf. Nach umfassender Recherche im Internet und beim Auswärtigen Amt, habe ich erfahren, dass es dort DSL gibt. Es ist ja grundsätzlich schon sehr schwer, im Internet über Karibikinseln in dieser Hinsicht überhaupt etwas zu finden. Man findet nur Reiseseiten und Hotels, doch das ist ja genau das, was ich nicht sehen wollte. Deshalb war es für mich erstmal kaum zu glauben, das es in Jamaika Internet gibt. Noch ein wenig Suchen und ich auf eine nette kleine Anzeige eines Vermieters gestoßen, welcher aus Deutschland kommt. Die Anzeige fand sich damals bei eBay und steht immer noch bei eBay verfügbar. Hier kommt Ihr direkt zur Anzeige. Wieso also nicht Jamaika?

Über Jamaikaboy

Ich bin Idividualreisender, der nach und nach die Welt erkundet. Jamaika war eine meiner ersten Stationen und ich bewundere diese Insel bis heute. Ob Pauschalreisen oder Backpacker, ich möchte mein ganzes Wissen auf dieser Seite bekannt geben.
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