Savanna-la-mar in Westmoreland Jamaika

Nach der samstäglichen Party, bei der wir viele interessante Leute kennen gelernt haben, unter anderem auch einen Fischer namens Errol, der uns in naher Zukunft zu den Krokodilen fahren wird, war erstmal Ruhe angesagt. Solche Kontakte wie der Fischer sind halt hier Gold wert. Man kommt nun langsam in den Jamaikanischen Trott, hier braucht alles immer ein bisschen länger. So haben wir eben am Sonntag erstmal einen Tag nichts gemacht. Waren Abend noch in einer kleinen Bar, aber ich kann auch sowieso noch nicht so ewig was machen, man merkt den Jetlag schon noch ganzschön. Bin irre zeitig müde. Aber der Appleton ist wohl der beste Rum der Welt. Ich will keinen Havanna mehr, ich will Appleton. Das ist einfach der beste Rum der Welt. Und auch das Bier ist gut, auch wenn es ziemlich teuer ist. Kein 5.0 eben.

Dann am Montag früh gleich wieder Jamaika pur – down to the road an waiting for Danny. Danny ist der Mensch der Marks (unser Vermieter) kaputtes Auto repariert. Er war mal in Kanada arbeiten und macht nun eine Art schwarze Reparaturwerkstatt im Jamaika Garten eines anderen Deutschen. Netter Typ, ziemlich krass drauf und immer mit fetten Stiefeln unterwegs. Wir warten eine halbe Stunde, dann eine dreiviertel, nach einer Stunde kam er dann endlich mal. Na ja die Leute haben hier halt die Ruhe weg. Damit muss man sich engagieren glaube ich. “Sav” – das ist die Kurzform von Savanna-la-mar ist auch gar nicht so weit weg. Man fährt vielleicht 10 Kilometer von water cress – das ist die Siedlung in der wir wohnen, bis in die nächste größere Stadt. Insgesamt vllt. halb so groß wie Bautzen. Aber ziemlich krass. Als Weißer, oder im Volksmund auch “white” wirst du dort sofort angebettelt, so richtig nervig kam uns das vor, aber was passiert einem hier – ein ganzes Stück weit weg von der nächsten Touristengegend Negril wohl öfter. Die Kollegen laufen einem dann auch hinterher und da war es auch gut dass unsere Fahrer immer dabei waren, die uns da immer mal geholfen und die weggeschickt haben. Das finden nämlich auch Jamaikaner recht nervig. Normalerweise quatscht dich ja keiner an. Dennoch sind wir halt als Weiße wie Rundumleuchten erkennbar. Die Bettler sehen das natürlich. So kann es schon sein, dass einem mal ein Einbeiniger 100 Meter hinterher humpelt. Eigentlich müsste man immer 20J$ bei haben und denen geben, wird ich mir wohl angewöhnen. Sind etwa 20 Cent. Na ja nachdem wir in der Pizzeria etwas gegessen haben, weiß nicht mehr wie das hieß, ging’s dann auch langsam mal in den CableWireless Shop. Was wir dort wollten? Naja wir mussten nun komischerweise doch das Internet noch einmal beantragen. Mark meinte, das man das wohl mehrfach machen muss, damit das irgendwann auch mal gemacht wird. Komischerweise auf meinen Ausweis, das kam mir schon seltsam vor. Aber ein Antrag ist ja kein Vertrag. Dort haben wir dann festgestellt, dass es, wohl 4-5 Wochen (ZUSATZ: 3 Monate!!) dauert bis das Haustelefon kommt. Schade, nur damit gibt es nämlich DSL. Und die 4-5 Wochen stehen für den Antrag, das heißt nicht dass das auch gemacht wird. Schöner Spaß. Das ist für mich ein Grund hier sicher keine drei Monate zu bleiben. Ich habe mich dabei im Übrigen auch über unseren Vermieter geärgert, der eigentlich meinte es gibt Internet in Jamaika.

Na ja damit man nicht ganz ohne Internet ist, wäre es dann irgendwie wohl noch möglich das per Handy zu machen, also ab in den Digicel Handyshop, direkt gegenüber. Dort geguckt und festgestellt, das es mit den billigen Prepaid Handys gar nicht geht. Und 200 Euronen für ein Handy ausgeben mit dem ich ins Internet kann, wollte ich auch noch nicht. Doch dann kam uns die zündende Idee, eigentlich kam Sie ja dem Hotschi. Ich habe doch ein Handy was das kann und zufällig passt das Kabel der Digitalkamera die ich mit hatte da auch noch dran. Klasse. Also Mary angerufen, das ist die Freundin unseres Vermieters, wo man mein Handy “unlocken” kann. Alle Mann wieder raus aus dem wohl klimatisierten Digicel Shop, rein ins Auto und in einen so verwegenen Handyshop gesucht. Eigentlich bestand der Laden nur aus 4 Holzplatten, blau angemalt und eine Vitrine mit hunderten Handyeinzelteilen. So was gibt’s in Deutschland sicher nicht, denn hier werden Handys repariert. Per Hand von äußerst findigen Jamaikanern. Da wird öfters mal ein Lautsprecher oder Display repariert.
Zurück zu meinem Handy. Der Typ da hatte gar keine richtige Software und hat uns zur Konkurrenz geschickt. Also wieder zurück in die erste “plaza”, (Einkaufspassage) da wo auch der CableWireless Shop ist. Doch der Laden war klasse. Ein richtig kleiner, feiner Laden mit einem Amerikaner, der dort den Empfang gemacht hat und einem echt krassen Jamaikaner mit 3 Handys am Stecker, 4 Freisprechern am Ohr und einem kuriosem Hinterzimmer, welcher mein Handy für umgerechnet etwa 40 Euro binnen einer halben Stunde vom hässlichen T-Online Logo und Browser befreit hat. Er hat uns dann sogar noch erklärt, was er nun macht, was drauf bleibt und was nicht – richtiger Service in diesem chaotischen Land. Nun habe ich ein für alle Karten frei geschaltetes Motorola Handy RaZr v3i. Damit wir aber nun ins Internet kommen brauchen wir aber noch eine bMobile Handykarte. Das ist eine Art Internethandykarte, mit der man für nur 5 Euro im Monat flatratemäßig ins Netz gehen kann per Laptop und Handy. Kein DSL, nur sehr langsame 33k per GPRS. Man kann das wohl tunen, das aber dann später. Erstmal muss es gehen. Also rüber in den nächsten Laden, Karte fürs Internet gekauft. Und wo gab es das? Im CableWireless Shop, die zufällig auch bMobile Handykarten verkauft haben und auch die mit dem Internet.

Das kostete mich wieder 16 Euro und das Ding habe ich sofort bekommen. Muss wohl aber noch mal hin, aber ich weiß noch nicht wie das gehen soll. Zumindest konnte ich mich über Deutschland mit meinem T-Mobile Handy leider nicht einwählen. Warten wir also auf die bMobile Leute. Ich finde es faszinierend, man kann mittels Ausweis hier ein Handy kaufen, einfach sagen bei welchem PostOffice man ist und dann kann man sich die Rechnung da auf der Post unter seinem Namen abholen – kurios oder? Die machen das sogar auf RECHNUNG. Mal schauen was das wird. Wir waren dann noch im Supermarkt und haben eingekauft. Ungefähr dieselben Kosten wie in Deutschland, insgesamt sind dann aber mit Party, Taxi, Essen, Handy usw. schon in 5 Tagen locker 200 Euro weg. Krass oder? Na ja wie ich schon schrieb, wenn’s Geld alle ist kommen wir halt wieder. Die Party kam mir sowieso etwas teuer vor muss ich sagen, aber das muss ich noch rausfinden ob wir da zuviel bezahlt haben. Ich habe zum Beispiel erfahren das die 7 Cousins von Mary nur insgesamt 7000 J$ bezahlt haben, wir mit Philipp aber schon jeder 4000J$. Seltsam oder? Zieht mich hier einer ab?

Savanna La Mar

Über Jamaikaboy

Ich bin Idividualreisender, der nach und nach die Welt erkundet. Jamaika war eine meiner ersten Stationen und ich bewundere diese Insel bis heute. Ob Pauschalreisen oder Backpacker, ich möchte mein ganzes Wissen auf dieser Seite bekannt geben.
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