Wie lebt man in Jamaika – oder wie lebe ich in Jamaika

Nun sitze ich hier im Garten und lasse mich von winzig kleinen Moskitos stechen, die wie auch wir Schutz unter dem Vordach gesucht haben. Heute haben wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, an den Strand zu gehen. Das ganze ist noch neu und alles etwas chaotisch. Man fühlt sich doch ein wenig unsicher wenn man nicht weiß was einen erwartet und auch so gar nicht kennt, wie das Leben hier läuft. Der bluefields beach war menschenleer, ca. 2 km lang und absolut paradiesisch. So etwas kann man sich eigentlich nur vorstellen wenn man einmal dort war. Ich habe zur besseren Vorstellung ein Bild von diesem Strand oben in den Kopf gepackt – ja das ist echt. Das sieht halt aus wie aus einem Katalog. 27 Grad warmes Wasser verschafft da natürlich auch weniger eine Abkühlung. Ãœberhaupt erscheint mir alles hier ringsherum noch sehr warm. Warme Luft und eine ziemlich prasselnde Sonne, hoffentlich kann ich schlafen. Später haben wir noch den bluefields river kennen gelernt.

Einer von Jamaikas unzähligen Flüssen und Bächen. Kein Touristenanlaufpunkt, sondern ein unser der Straße durchführender, glasklarer Bach, versteckt im Dickicht des Jamaikanischen Urwalds. Unser privater Reiseleiter a.k.a. Vermieter hat dort hin geführt. – schon kühler. Danach gab es auch schon das erste Mal jamaikanisches Essen, richtig von einer dieser Bretterbuden. Im Grunde war es nur jerk chicken, das schmeckt aber klasse. Das ist ein in einem Ölfass gebratenes Hühnchen mit Marinade.

Nun regnet es noch stärker, mein Rum steht neben mir und morgen wird eine Ziege geschlachtet. Große Party. In diesem Sinne Grüße ins kalte Deutschland. Ich friere nicht, aber hier regnet es ziemlich stark. Meistens Nachmittag sorgt das dennoch für eine gute Abkühlung.

Zusatz: Die Ziege wurde nun doch nicht am Samstag, sondern schon am selben Abend geschlachtet. Das ist auch mehr ein Ziegenbock gewesen, der tierisch gestunken hat. Die Tochter des Hauses hat immer geschrieen, dass Opa sie endlich aufschlitzen soll und essen. Ich glaub ein deutsches Kind hätte sich beim Anblick der Machete wohl eher versteckt. Die Ziege wurde an den Baum gebunden, kopfüber und aufgeschnitten. So in etwa als wenn man ein Schwein schlachtet, alles mit Machete. Schwupps-wie-Wupps wurde der Rest wie Fell und Mageninhalt über den Zaun mit einem riesigen Elan in das Dickicht geworfen und fertig. Aus dem Kopf, den Därmen und sonst vielen leckeren Innereien wird dann wohl eine Suppe gemacht – ich fühle mich schon wie Antony Bourdain von DMAX. Wie die wohl schmecken wird? Wenn Sie jedenfalls so schmeckt wie Ziegenbock riecht, dann prost Mahlzeit. Wisst Ihr wie Ziegenbock schmeckt? Ich will es schon probieren.

Der Kopf köchelt mittlerweile schon und es hat den ganzen Abend geregnet – noch immer empfinde ich den Regen als kleine Wohltat. Er sorgt für eine gewisse Kühle um die 25 Grad und aber auch für eine hohe Luftfeuchtigkeit. Das merkt man besonders an den Sachen, die sehr klamm werden. Mal schauen welche Teile davon sich als ungeeignet hervortun.

Klima in Jamaika

Über Jamaikaboy

Ich bin Idividualreisender, der nach und nach die Welt erkundet. Jamaika war eine meiner ersten Stationen und ich bewundere diese Insel bis heute. Ob Pauschalreisen oder Backpacker, ich möchte mein ganzes Wissen auf dieser Seite bekannt geben.
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