Ureinwohner

Jamaikanische Ureinwohner

Bei Jamaika handelt es sich um eine karibische Insel, es ist die drittgrößte Insel der Großen Antillen. Diese wurde das erste Mal im siebten Jahrhundert vor Christus von Menschen betreten. Die Taíno aus Südamerika, eine kleine Stammesgemeinschaft, die dem Volksstamm der Arawak angehörten und die Ackerbau und Fischfang betrieb, waren demnach die ersten, die jemals auf Jamaika waren und dort lebten. Im 15. Jahrhundert kamen kleinere Gruppen der Kariben nach Jamaika. Die lebte mit den Taíno friedlich zusammen, im Gegensatz zu anderen Inseln, auf denen diese “Ureinwohner” vertrieben wurden.

1494 erreichte Christoph Kolumbus die Insel, er war der erste Europäer, der Fuß auf diese Insel setzte. Zu diesem Zeitpunkt lebten auf der Insel ungefähr 100.000 Menschen und in einigen Höhlen wurden Malereien gefunden, die ähnlichen denen auf anderen Karibikinseln waren. Es gab also deutliche Spuren einer vorhandenen Zivilisation. Diese war insgesamt auch recht ausgeprägt, da die Taíno ein gut entwickeltes Volk mit einem funktionierendem Sozialgefüge waren.

1509 wurde Jamaika, nach einem langen Streit zwischen Kolumbus’ Sohn Diego Kolumbus und der spanischen Krone, eine spanische Kolonie. Diego Kolumbus wurde Vizekönig und erhob somit Steuergelder und beanspruchte Güter für sich. In den ersten zehn Jahren als Kolonie, wurde die Kultur der Ureinwohner fast zerstört. Grund dafür waren eingeschleppte Krankheiten und auch die brutale und unmenschliche Behandlung seitens der Siedler. Ab der Mitte des 17. Jahrhunderts gelten die Ureinwohner Jamaikas als ausgestorben. Dadurch entstand ein Mangel an Arbeitskräften, dem die Spanier mit der Einfuhr von afrikanischen Sklaven Abhilfe zu schaffen versuchten. Die Einfuhr begann 1517, und 1611 gab es bereits mehr Einwohner mit schwarzafrikanischen Wurzeln als solche mit europäischen.

Die Zeit spanischen Kolonie war bereits 1655 wieder vorüber, doch diese Zeit hatte ausgereicht die ursprünglichen Bewohner auszurotten und quasi eine “neue” Form von Ureinwohnern auf die Insel zu bringen.

1655 wurde Jamaika eine britische Kolonie, was es bis zum Jahre 1962 auch blieb. In dieser Zeit waren die Güter, die auf den Plantagen produziert wurden, wichtig für die Engländer und festigten ihre Weltmachtstellung. Jamaikas Hafenstädte, besonders Port Royal, gehörten zu den reichsten der Welt. Auch heute noch stammen rund 91 Prozent der Einwohner von den, von Spaniern eingeführten, Sklaven ab; die Taíno oder Karibien gibt es nur noch in Vermischung mit anderen Volksgruppen.

Was von den Taíno geblieben ist, ist allerdings der Inselname, der sich aus dem arawakischem Chaymakas ableitet. Das bedeutet Holz- oder Wasserland, Umbennenungsversuche seitens der Spanier konnten sich nie langfristig durchsetzen.