Kunst auf Jamaika

Eine eigenständige Kunstszene hat sich auf Jamaika im 20. Jahrhundert gebildet. Als besonders wichtig gelten die Werke von Edna Manley, die mit ihren Statuen und Bildern für großes Aufsehen gesorgt hat.
Ihr wichtigstes und am meisten beachtetes Werk ist die Statue “Negro Aroused”, die einen sich erhebenden Mann zeigt. Eine Nachbildung steht heute in Kingston. Manley war es auch, die im Jahr 1941 am “Institute of Jamaika” das erste Junior-Center gründete. Sie verfolgte immer das Ziel, junge Nachwuchskünstler zu fördern und so wurde im Jahr 1996 ein zweites Zentrum gegründet, das sich in Portmore befindet. Finanziert werden beide Zentren ausschließlich über Spenden. Im Namen von Edna Manley können junge Künstler auch Abschlüsse erreichen. Das “Manley College Of Visual And Performing Arts” bietet in unterschiedlichen künstlerischen Bereichen Möglichkeiten, Abschlüsse zu erhalten. Die bekanntesten Maler aus Jamaika sind Barrington Watson, Eugene Hyde und Karl Parboosingh. Der Stil der drei Künstler ist expressionistisch, ihre Ausbildungen erhielten sie im Ausland. John Dunkley (1891 – 1947) fokussierte sein Wirken dagegen auf afrikanische Traditionen. Künstler wie Robert Cookhorn (genannt Omari Ra), Douglas Wallace (genannt Khalfani Ra) und Valentine Fariclough (genannt Tehuti Ra) folgten dem Beispiel von Dunkley und unterstreiche seit den 1980er Jahren mit ihren Künstlernamen ihre Verbundenheit zum afrikanischen Kontinent. Neben Malern gibt es au Jamaika viele Künstler, die sich mit der Fertigung von Holz- und Steinfiguren beschäftigen. In vielen Fällen sind die Motive Tiere, besonders die Spinne Anansi, die eine bekannte Figur westafrikanischer Mythen ist, wird oft gefertigt. Da auch die Touristen die Holz- und Steinfiguren gern als Souvenir mit nach Hause nehmen, findet man nicht nur Einzelstücke auf dem Markt. Um die Touristen ausreichend bedienen zu können, ist die Produktion de Figuren teilweise industrialisiert worden.