Musik

Musik in Jamaika

Die Musik auf Jamaika ist ein wichtiger Bestandteil der Kultur und des Lebens. Mit einer Mischung aus einheimischem Wuzeln, dem afrikanischen Rhythmus und der europäischen Genauigkeit sind viele Musikrichtungen entstanden, die Jamaika heute nach außen hin repräsentieren. Neben dem Reggae finden auch Ska und Dacehall ihren Wurzeln auf Jamaika.

Aus diesen Einflüssen und der traditionellen Musik auf Jamaika entstanden Mitte des 20. Jahrhunderts neue Musikrichtungen:

Die Ursprünge der Musik auf Jamaika

Die Bevölkerung durch Sklaven brachte die afrikanische Kultur nach Jamaika und damit auch ihr musikalisches Werbe. Da die Sklaven aus verschiedenen Regionen Afrika stammten, ist auch die mitgebrachte Musik sehr vielseitig. In Afrika und Jamaika ist die Musik eng mit dem Leben verbunden und dient zur Kommunikation und zum Ausdruck verschiedener Gefühle. Hauptsächliches Instrument der Musik auf Jamaika war die Trommel. Sie gilt bis heute als Symbol für die schwarze Solidarität und den Widerstand gegen die Sklaverei. Zur jamaikanischen Volks- und Ritualmusik gehören:

  • Jonkunnu
  • Working-Songs / Ring-Games
  • Kumina
  • Great Revival
  • Pukkumina und Zion
  • Burru
  • Mento

Mento als Grundstein der Musik auf Jamaika

Der Mento entwickelte sich Anfang des 20. Jahrhunderts auf Jamaika und zählt als erste eigene Musikform der Insel. Spätere Musikrichtungen und der traditionelle jamaikanische Volkstanz entwickelten sich aus dem Mento. Es handelt sich hierbei um eine von Banjo oder Gitarre begleitete Tanzmusik, die auch gern von Handtrommeln oder Rasseln komplettiert wird. Die Texte beziehen sich auf alltägliche Ereignisse oder Überlieferungen aus der Vergangenheit. Teilweise waren die Texte der Musik auf Jamaika so anzüglich, dass viele Platten nur unter dem Ladentisch verkauft werden konnten. Gleichzeitig ist die Art, Mento zu tanzen, recht anzüglich und wurde später für langsame Reggae-Musik wiederentdeckt.

Was steckt hinter dem Jamaika Soundsystem?

Die jüngere Generation auf Jamaika war weniger dem Mento, sondern dem amerikanischen Rhythm & Blues verschrieben, den sie über kleine Empfänger aus den Radiostationen Floridas hörten. Gleichzeitig gingen viele Jamaikaner als Saisonarbeiter in die USA und brachten erste R&B-Singles mit auf die Insel. Es entstand ein Geschäft, die Platten an die Landsleute im großen Stile zu verkaufen. Doch die wenigsten Jamaikaner konnten sich derartige Platten oder einen Plattenspieler dazu kaufen. Die selbst ernannten Geschäftsmänner kamen auf die Idee, den Einheimischen die Platten vorzuspielen und fuhren mit Lieferwagen voller Lautsprecher, Verstärker und Plattenspieler auf zentrale Plätze oder an den Strand. Das Jamaika Soundsystem war geboren. Bis heute ist das Soundsystem ein Phänomen, was die populäre Musikszene auf Jamaika weiter prägt.