Bob Marley

Bob Marley – Leben eines Reggae Künstlers

Seine schwarze Mutter, die ihn mit 18 Jahre bekommen hat, und sein weißer Vater, der verstarb, als Marley zehn Jahre alt war, sorgten mit ihrer Hochzeit für einen Skandal, der soweit reichte, dass sein Vater aus der Armee aus zu treten hatte. Bob Marley wuchs mit okkulten Vorstellungen zu Magie, Kobolden und Geistern auf. Als die Arbeitsmarktlage in Rhoden Hall, wo Marley mit seiner Mutter lebte, bedrohlicher wurde, zogen sie nach Kingston in den Stadtteil Trenchtown.

Bob Marley Bild

Robert Nesta – Bob – Marley

Bob Marleys Mutter wünschte, als er 16 Jahre alt war, dass er soll Mechaniker wird. Nach einigen Jahren als solcher wollte Marley Musiker sein. Trenchtown gehörte zu den Armenvierteln Kingstons, was für viele Jugendliche bedeutete, in der Musik einen Fluchtweg von Gewalt und Armut zu finden. So auch Jimmy Cliff, mit dem BobMarley Musik machte, allerdings war der örtliche Musikproduzent Leslie Kong nicht gerade von Erfolg geprägt, sodass sie sich von ihm trennten. Als Neville O’Reilly Livingston in sein Leben trat, hielt Joe Higgs, jamaikanischer Sänger, einen Musik-Kurs ab, an dem beide teilnahmen. Hier begegneten sie Peter Tosh und sie knüpften Freundschaft.

Die Musik von Bob Marley – Viele Einflüsse

Holzfigur am Haus von Bob Marley

Mit einer weiteren Riege an Musikern schlossen sie sich 1963 zu der Band „The Teenagers“ zusammen; später nannten sie sich mehrere Male um, bis der Bandname „The Wailers“ entstand. Ska-Elemente bewegten sich in der Musik. Ergänzt wurden diese durch afrikanisch-jamaikanische Volksmusik. Als Lee Perry sich zu der Band gesellte, wurde der Ska-Beat etwas langsamer, woraus Reggae entstand. Die bis dahin fremden Klänge und die Texte voller Leidenschaft gefielen dem Publikum. Bob Marley konnte nicht nur seine in der Zwischenzeit um eine Frau und zwei Kinder bereicherte Familie ernähren, sondern sich ein Auto leisten und das Haus herrichten. Kein geringerer als der damals noch unpopuläre Bruce Springsteen war es, der die Band auf Tourneen begleitete. Streitigkeiten zwangen die Band dazu, sich von Neville und Winston zu trennen. Bandmitglieder kamen und gingen, während Bob Marley sich ebenfalls einer Solokarriere widmete.

Robert Nesta Marleys Texte – Sinnbild seiner selbst ?

Marleys Texte beinhalten auch weltliche Themen, Liebe und Freundschaft, doch viele Stücke befassen sich mit der Rastafari-Religion, die Marley durch seine Musik in die Welt trug. Verständlich, dass die Religionsanhänger Marley als Prophet ansehen. In westeuropäischen und nordamerikanischen Teilen fand Marley in den 70er Jahren als revolutionärer Freiheitskämpfer Anklang. Marley schien neben Che Guevara den Freiheitsgeist zu prägen. Nur selten bezogen sich seine Songs tatsächlich auf Politik, für die er sich nach eigenen Aussagen nicht interessiere. Mit Befreiung der Schwarzen meinte er religiöse Inhalte. BobMarley sah sich ab Mitte der 60er Jahre der Rastafari-Religion zugetan, sodass er vom Christentum konvertierte. Inhalt dieser Lehre ist es, dass Schwarze nicht unterdrückt werden und nach Afrika heimkehren. Die Dreadlocks sind ein typisches Zeichen dieser Religion, die große Einflüsse auf Marleys Musik und Leben nahm. Das Alte Testament war immer Inhalt seiner Interviews, während sich die Texte seiner Musik mystisch-religiös zeigten.

Rita Anderson trat in seiner Jugend in Marleys Leben; 1966 heirateten die beiden. Vier Kinder entstanden aus dieser Ehe und ein weiteres adoptierte das Paar. Drei ihrer Kinder gründeten eine Reggea-Band, die sich „Ziggy Marley & the Melody Makers“ nannte. Kurzzeitig zog es Marley nach Amerika, um seine Mutter zu besuchen und zu arbeiten. Allerdings kehrte er bald zurück in seine Heimat Jamaika. Kinder schienen Marleys große Leidenschaft –  neben seiner Musik natürlich: Zu zwölf Kindern bekannte sich der Musiker. Eines davon war adoptiert; elf leibliche Kinder sind der Öffentlichkeit bekannt; sieben davon während der Ehe mit seiner Frau Rita. In seiner Heimat gehen Gerüchte herum, es seien noch viel mehr, man hört Zahlen zwischen 22 und 46 Kinder, die Marley gezeugt haben soll. Musik scheint ihnen jedenfalls im Blut zu liegen; drei seiner sieben unehelichen Kinder sind erfolgreiche Solo-Reggae-Musiker.
Als Marley 1976 einem Konzert zusagte, durch welches er sich indirekt als Sympathisant einer jamaikanischen Partei erklärte, kam bald darauf ein Anschlag in seinem Haus. Bob Marleys Frau, sein Manager und er selbst erlitten Schusswunden. Bis heute kann man politische Hintergründe nur vermuten.

Bekannte Alben von Bob Marley:

Als im Herbst 1980 der Durchbruch mit seiner Band The Commodores endgültig gelang, wurde ihm Hautkrebs diagnostiziert. Zu einer Therapie wurde er nach Rottach-Egern in Bayern überführt, verlor hier seine Dreadlocks und wurde währenddessen Mitglied der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche. Seither hörte Marley auf den Namen Berhane Selassie. Die Ärzte in Deutschland waren machtlos, sodass Marley nach Hause wollte, um dort zu sterben. Am 11. Mai gab es einen Zwischenstopp in Florida, wo er einen Schwächeanfall erlitt und verstarb.

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