Einem tropischen und vom Nordostpassat geprägten Klima auf der Karibikinsel verdankt ein Kaffee seine besondere Qualität. Im Osten der Insel erhebt sich die Bergkette der Blue Mountain, an deren Hängen der exquisite Kaffee heranreift. Diese Bergkette gibt ihm auch seinen Namen, bei Kennern eine beliebte Marke. Sir Sean Connery (einst James Bond Darsteller) weiß ihn seit vielen Jahren zu schätzen und das britische Königshaus bezieht ihn seit der Kolonialzeit.
Jamaika Blue Mountain, wird als einziger Kaffee der Welt in Holzfässern gelagert. Nur ausgesuchte Röster bekommen diese Rarität geliefert. Seinen einzigartigen Geschmack erhält er durch ausgeglichene Temperaturen, im Sommer 30° C und im Winter 25° C, dem Hochlandklima mit permanentem Niederschlag und andauerndem Nebel sowie der hervorragenden vulkanischen Bodenqualität. Alles zusammen lässt ihn langsam reifen und alles aufnehmen, was ein hervorragender Kaffee braucht. Dadurch entsteht sein mildes und gehaltvolles Aroma.
Der langsame Reifeprozess, die eingeschränkten Anbaugebiete an steilen Berghängen, wo nur erfahrene Pflücker per Hand arbeiten können und wetterbedingte Ernteausfälle lassen ihn Höchstpreise am Kaffeemarkt erzielen. Kenner in Japan sind bereit 15 Euro und mehr für eine Tasse des edlen Getränks zu zahlen. Inzwischen sind die vor allem kleinen Plantagen zu 90 Prozent in japanischer Hand.
Angefangen hat alles 1728 mit ein paar Pflänzchen und Samen des Arabicakaffees, die der damalige Gouverneur von Jamaika aus Martinique mitgebracht bekam. Sicher hätte er es sich nicht träumen lassen, dass daraus einmal eine begehrte Rarität wird, die als Champagner des Kaffees bezeichnet wird.
