Der jamaikanische Interpret Sizzla Kalonji soll nach Angaben der Veranstalter Ende August beim “Chiemsee Reggae Festival” in München auftreten. In der Vergangenheit ist er immer wieder mit Hasstexten gegen Schwule und Lesben aufgefallen. So fordert er in seinen Songs auf, diese zu umzubringen und singt davon, dass er loszieht, um diese zu erschießen. Der Lesben und Schwulenverband (LSVD) hat sich an die Hauptsponsoren des Events, die Deutsche Bahn und die Becks Brauerei, gewannt. Sie haben beide gebeten, Druck auf den Veranstalteter auszuüben, dass Interpreten, die menschenverachtende Inhalte in ihren Songs verwenden und offen zu Mord an Minderheiten aufrufen, hier keine Plattform geboten wird. Auch kann es nicht angehen, dass sie dabei noch Geld verdienen.
In Jamaika ist Sizzla geistig mitverantwortlich für Hetzjagden auf vermeintlich schwule Männer. Der LSVD bittet aus Anstand und Respekt vor den Menschenrechten, diesem Interpreten in Deutschland keinen Auftritt zu ermöglichen.
