Manganknollen auf dem Meeresboden, wertvoll wie Diamanten, könnten den Rohstoffbedarf für lange Zeit decken. Die Vorkommen sind schon lange bekannt. Versuche sie zu nutzen, gab es schon vor 30 Jahren. Ungeeignete Technik, hohe Kosten und zur damaligen Zeit sinkende Rohstoffpreise beendeten das Experiment. Verbesserte Abbautechnik und vor allem ständig steigende Rohstoffpreise und hoher Bedarf an diesen rufen nicht nur deutsche Interessenten auf den Plan.
Der Professor für Meeresbiologie in Hamburg, Hjalmar Thiel, warnt eindringlich vor den schwerwiegenden Eingriffen in das Ökosystem in dieser Region. Schon die Versuche vor 30 Jahren haben erhebliche Spuren hinterlassen. Thiel reiste zur Internationalen Meeresbodenbehörde nach Jamaika und konnte sie davon überzeugen, Vorschriften für die Nutzung dieses Gebietes zu erlassen.
