Carlos Kytka, der den schwul-lesbischen Reiseverband IGLTA in Europa vertritt, rät von einer Reise nach Jamaika ab. Homophobie und Verbrechen gegen Schwule werden hier kaum aufgeklärt und bestraft, das ist institutionalisiert. Jamaika gilt für diese Menschen als No-go-Areas. Dazu zählen auch zahlreiche muslimische Staaten, die zum Teil noch die Todesstrafe verhängen.
Liberalere Länder haben dieses Klientel längst als Markt erkannt und nutzen es. Sie sind inzwischen als zahlungskräftige, stabile und markentreue Zielgruppe erkannt. 2008 kamen 5 Prozent des Umsatzes der gesamten US-Reisebranche von diesen Urlaubern. Eine Consultingfirma sprach schon 2000 davon, dass zehn Prozent der international Reisenden schwul und lesbisch sind.
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