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Erfahrungsbericht

Autofahren in Jamaika

Also ich bin ja erstaunt, was für ein großes Haus wir hier haben. Zugegeben, es ist nicht mit Deutschland vergleichbar, aber es hat Flair. Mehr als ich erwartet hatte. Doch fangen wir am besten mal von vorne an. Das Haus stand ja nicht am Flughafen in MontegoBay. 10 Stunden Flug nach Jamaika sind schon eine ganze Menge. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir dann zum Schluss ca. 20 Stunden wach waren, als wir in Jamaika angekommen sind. Der Flug war eigentlich ohne große Ereignisse, ein paar kleine Turbolenzen – aber das hat wahrscheinlich nur den Hotschi ein wenig gestört. Ich freue mich da ja drüber. Allgemein fand ich, dass es wenig zu trinken gab und das es eigentlich seltsam ist, wenn die Reisenden sich das Wasser selbst abholen müssen. Das ist eben Charterfluggesellschaft, um es als AI Tourist zu sagen!

Nach der Landung wart es erst einmal ein Stück zu laufen um überhaupt zum Einreisen zu kommen. Nichts mit Rollbändern wie in Frankfurt, eher spartanische Baustelle. Dann anstehen und Fragen beantworten. What are you doing in Jamaica“ or „Do you have enogh money to live here?. Halb so schlimm. Da ging es eigentlich relativ einfach durch, nun zum Gepäck. Das mussten wir lustigerweise erst einmal suchen. Man stelle sich ein Gepäckband vor – und die Koffer stehen daneben. Alle. Such den Koffer! Aber auch das ging.
Dann noch an einem kleinen Holzhaus vorbei, das sollte wohl den Zoll darstellen, und die Sache war erledigt. Keine Kofferdurchsuchung, nichts. Draußen dann sofort den Mark, unseren Vermieter gefunden und alles hat gepasst. Erstmal ein Bier getrunken. Ãœberhaupt wird wohl in Jamaika viel getrunken, wenn ich mir so angeschaut habe das da direkt vor dem Flughafenausgang ein schöner Kiosk stand. Na gut, es war um 23 Uhr ja auch noch locker 25 Grad warm. Dann kam auch schon der Fahrer und es ging los – Linksverkehr. Einfach nur krass. MontegoBay bei Nacht. Noch krasser. Die Stadt kam mir ein wenig so vor, als wenn man an den Film The Beach denkt, die Szene als die dort von der Insel runter mussten und Reis holen – genau so eine dunkle City ist MoBay. Irgendwo hat es uns dann zu einem Supermarkt verschlagen, wieder Bier geholt. Danach haben wir aber noch mal 20 Minuten auf dem Parkplatz verbracht, der Fahrer hatte nämlich in der Zwischenzeit beim Warten seine Schlüssel verloren. Also alle Koffer raus, alle Koffer rein, unter dem Auto gesucht, daneben, drinnen, draußen. Na ja, schlussendlich hing er am Spiegel. Weiter ging’s. Und jetzt wurde es halsbrecherisch.

Kaum aus MontegoBay raus, ging es auf eine Art Autobahn. Oder besser: Eine enge zweispurige und nicht gekennzeichnete Straße mit Löchern. So etwas Hammerhartes hab ich noch nicht erlebt. Linksverkehr, Bier in der Hand, der Fahrer fuhr immer so 50 – 60 – genau weiß ich das nicht denn sein Tacho ging nicht. Absolut enge, serpentinenartige Strassen und die Jamaikaner mussten natürlich vor der Kurve, in der Kurve und überhaupt immer überholen. Zweimal hat es fast geklappt, schon derb wenn einen 2 Volllichtscheinwerfer anstrahlen. Knapp, knapp. Auf den Schreck haben wir erstmal an einer Bar gehalten. Nach ein paar Getränken ging es weiter, vor der Auffahrt noch mal in eine Bar – Rum trinken – und dann ins Haus. Die Reise hierher ist einfach nur krass gewesen, Autofahren möchte ich in Jamaika nicht. Wirklich nicht. Doch wir sind angekommen, die Auffahrt ist der Hammer. Stellt euch eine enge kleine Strasse vor und dann bricht einfach die Hälfte sporadisch raus.

Jamaika Haus Auffahrt

Von Jamaikaboy

Ich bin Idividualreisender, der nach und nach die Welt erkundet. Jamaika war eine meiner ersten Stationen und ich bewundere diese Insel bis heute. Ob Pauschalreisen oder Backpacker, ich möchte mein ganzes Wissen auf dieser Seite bekannt geben.

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