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Erfahrungsbericht

Party auf Jamaikanisch – Mutabor vs. Antony Bourdaine

Die Ziege, ja darüber hatte ich ja schon kurz geschrieben. Jamaikaner lieben scharfes Essen, es schmeckt aber echt klasse. Doch die Ziege ist da schon etwas eigen. Die am Tag zuvor genutzte Machete zum Zerteilen und Aufschneiden der Ziege wurde nun zum Kleinhacken des Fleisches der Ziege gebraucht. Mit Knochen wurde das Ganze dann zum Reis serviert. Schon das Hähnchen was es am Strand gab, kann man wohl so gewürzt nirgendwo in Europa finden. Auch die Ziege isst man wohl in Deutschland seltener in dieser Art. Da haben die Jamaikaner uns einiges voraus was das Würzen angeht. Das Ziegen-Viech wurde ja dann zum einen Teil zur Suppe gemacht, das sind dann die Kombinationen aus Innereien, Kopf und allen anderen Resten die nicht über den Zaun geflogen sind und zum anderen eine Art Gulasch. Beides gebraten über offenem Feuer.

Das Gulasch war eben das Kleingehackte. Sehr gewöhnungsbedürftig aber auch sehr gut. Lecker mit Reis. Aber die Portionen die die Frauen da drauf getan haben konnte Niemand essen. Ãœberhaupt ist das wieder ein Teil Lebensart in Jamaika. Wenn du aufisst bekommst du wieder Nachschlag, bis du es einfach nicht schaffst und wenn du die erste riesige Portion nicht geschafft hast, haben die sich schon seltsam angesehen. Auch die Suppe habe ich gekostet – sehr nach Ziege aber auch sehr würzig, ich sag mal es war interessant. Aufessen kann man das natürlich nicht. Ãœberhaupt konnten wir von dem Essen 2 Tage lang essen.

Nach und nach haben sich an diesem Abend dann auch immer mehr Partygäste eingefunden. Cousins, Onkel, Tanten, alle schwarz und für mich noch ziemlich schlecht zu unterscheiden, dass muss ich zugeben. Das geht den Jamaikanern aber sicher nicht anders. Ich schätze mal es waren so ungefähr 25-30 Jamaikaner da. Vielleicht ein paar mehr, vielleicht ein paar weniger. Ich war später am Abend dann doch schon etwas betrunken. Ich dachte mir, dass man auf diese Art endlich mal die Nachbarschaft kennen lernen kann und das mögen die Jamaikaner natürlich. Ãœberhaupt kamen da einfach alle vorbei, ob eingeladen oder nicht. Ich habe mich dann mit mehreren Fischern unterhalten, auch einen Deutschen getroffen der da wohnt. Nach vielen Red Stripe Bier aus Jamaika, viel Rum und Szenegetränken die ich nicht erwartet hätte, war ich dann aber auch schon gut dabei. Wir hatten also eine echt tolle Party mit Jamaikanern die ordentlich abgegangen sind, klasse Leuten, super Musik und DJ auf dem Balkon.

Was schreibe ich da aber nun von Mutabor? Mutabor kennen von euch ja wohl die Meisten der Leser. Eine Berliner Band, die es leider nicht mehr gibt und die schöne tanzbare Musik machen. Nach einem anfänglichen Stromausfall (für eine halbe Stunde war in der ganzen Gegend einfach mal der Strom weg) ging’s bei der Party auch richtig los. Die Jungs haben einen Tanzstil, das kann keiner Glauben. Irgendwann hieß es, dass die Musik (gar nicht mal schlecht was es für tolle Arten Reggae gibt) die grade läuft echter jamaikanischer SKA ist. Nicht mit dem was wir in Deutschland kennen zu vergleichen. Viel, und damit meine ich viel, langsamer. Doch ich schweife schon wieder ab. Das konnten wir mit dem Hotschi erstmal gar nicht glauben. Da ist er losgegangen und den spontan OXO86 und Mutabor gebrannt. Und man glaubt es kaum, es hat denen gefallen – einfach zu krass.

Von Jamaikaboy

Ich bin Idividualreisender, der nach und nach die Welt erkundet. Jamaika war eine meiner ersten Stationen und ich bewundere diese Insel bis heute. Ob Pauschalreisen oder Backpacker, ich möchte mein ganzes Wissen auf dieser Seite bekannt geben.

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