Informationen

Jamaika Informationen

Urlaubsinformationen zur Insel Jamaika mit seinen Sehenswürdigkeiten, einer grünen Natur und der bekannten Kultur. Wir klären auf zu Sportarten, Traditionen, Sehenswerten und Jamaika Karten mit Hotels und Gästehäusern.

Jamaika Karte

Die Karte über Jamaika

Städte auf der Insel Jamaika

Zu den Sehenswürdigkeiten in Jamaika gehören in erster Linie die Städte. Kingston ist die Hauptstadt und hat etwa 585.000 Einwohner. Außerdem gibt es einen großen Naturhafen und viele Kolonialhäuser zu besichtigen. Neben den interessanten Museen hat man auch die Möglichkeit sich im Kunstgewerbemarkt in der King Street die Zeit zu vertreiben.

Wichtige Hot-Spots für Touristen und Backpacker

Andere größere Ortschaften sind Negril und Montego Bay im Westen des Landes. Negril ist vor allem für seinen traumhaft langen Sandstrand bekannt. Früher lebten viele Künstler in der Stadt, auf dessen Spuren man sich heute noch begeben kann. Montego Bay wird von den Einwohner kurz Mo Bay genannt und gehört heute zu den modernsten Städten der Karibik.

An der Nordküste gibt es Ochos Rios und Falmouth.

Im Landesinneren Mandeville und Spanish Town, die frühere Hauptstadt.
Der Port Royal war früher für die vielen Piraten bekannt. Mittlerweile ist die Stadt zu einem beliebten Ausflugsziel geworden und man bekommt sehr guten Fisch und ein kühles Bier am Strand.

Alle Bezirke von Jamaika

Jamaika hat insgesamt 14 Bezirke, die sich in die verschiedenen Bereiche Cornwall Country, Middlesex Country und Surrey Country unterteilen. Als Sonderstellung ist die Stadt Kingston zu nennen, die mit der Bezeichnung „Kingston und St. Andrew Corporation“ eine Art Verbund zwischen Stadt und parish eingegangen ist. Kingston ist ein eigenes parish ( Bezirk ), beinhaltet aber nicht die gesamte Stadt Kingston. Ein Teil von Kingston gehört zum Bezirk von St. Andrew.

Begründet ist diese Sonderstellung durch das starke Wachsen von Kingston in der Vergangenheit. Dennoch ist Kingston weit nicht der größte Bezirk. Rein von der Fläche ist Saint Ann der größte Bezirk auf der Insel Jamaika. Gut zu erkennen als Nummer acht. Die größte population hat Saint Andrew mit 555.828 Einwohnern. Vor allem begründet durch den Teil von Kingston, der zum Gebiet gehört.

Jamaikas Bezirke auf der Karte

Jamaika parishes

Jamaika Bezirke (parishes)

Cornwall County

Middlesex County

Surrey County

Daten und Fakten zu Jamaika

Jamaika Hauptinsel hat eine Fläche von 10990Km², sie ist 235Km lang und zwischen 35 und 82 Kilometer breit. Jamaika ist die drittgrößte Insel der Großen Antillen und liegt 160 Kilometer westlich von Hispaniola, mit den Staaten Haiti und der Dominikanische Republik, und 145 Kilometer südlich von Kuba. Jamaikas Staatsgebiet umfasst neben der Hauptinsel und den vor der Südwestküste liegenden Pedro Cayes noch die etwa 60Km vor der Westküste gelegene Inselgruppe Morand Cays.

Ursprünglich lebten in Jamaika die Taíno bzw. Arawaks als Ureinwohner der Insel. Von den Spaniern ermordet und an eingeschleppten Krankheiten verstorben, gibt es heute keine Ureinwohner mehr. Jamaika gehört selbst zum Commonwealth of Nations und wird durch einen Governour verwaltet. Es gibt aber ein eigenes Parlament, obwohl Königin Elisabeth die 2. immernoch Oberhaupt Jamaikas ist. Jamaika ist dennoch seid 1962 unabhängig von England.

 

Jamaika

 

Einwohner

Jamaika hat ca 2,6 Millionen Einwohner, meist sind das Nachfahren arfrikanischer Sklaven. Die Ureinwohnner, die Taíno / Arawak haben sich bis heute vermischt mit den Sklaven. Insgesamt leben auf Jamaika derzeit geschätzte 2,75 Millionen Menschen, wobei ein Drittel der Bevölkerung jünger als 14 Jahr alt ist. Besonders die Gruppe der über 64 jährigen ist klein. Insgesamt hat Jamaika damit eine sehr junge Bevölkerung mit einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 75 Jahren bei Frauen und 71 Jahren bei Männern.  Viele junge Menschen verlassen die Insel allerdings, weshalb sich das Inseldurchschnittsalter zukünftig stark erhöhen wird.

Fast alle Einwohner von Jamaika, nämlich genau 91% stammen von afrikanischen Sklaven ab.  Es gab zwar Ureinwohner in Jamaika, diese haben sich jedoch mit Sklaven vermischt und sind an eingeschleppten Krankheiten verstorben.  Nur etwa 0,2% der Einwohner, die in Jamaika leben stammen aus dem europäischen Ausland. Die Insel ist von komplett von schwarzer Bevölkerung regiert. Es gibt allerdings auch weiße Jamaikaner, wie etwa die bekannte

Städte & Infrastruktur

Kingston

Kingston

Die Hauptstadt ist Kingston. In ihr leben ca 650.000 Menschen.  Weiter große Städte sind: Montego Bay, Port Antonio, Spanish Town und Savanna la Mar.  Während sich die Städte gut auf der Insel verteilen, gibt es auch viele ländliche Gebiete in Jamaika. Die Blue Mountains sind ein solches, teilweise eigenständiges Gebiet.

Sprache

Die Amtssprache in Jamaika ist Englisch.  Umgangssprache ist Patois (Englisch-Kreolisch) ( gesprochen: Patwa) . Das Patois kann man auch als eine art „verkürztes Englisch“ sehen, das man mit einier Ãœberung aus Wortgruppen gut versteht. Es gibt allerdings aus Worte, die es in der englischen Sprache nicht gibt.

Religion

In Jamaika gibt es 50% anglikanische Christen, 8% Katholiken und 5% Rastafari. Die Christliche Religion ist in Jamaika weit verbreitet und hat noch heute einen großen Stellenwert. In Zeiten der Sklaverei waren es die christlichen Führer, die sich gegen die Spanischen und englischen Besatzer aufgelehnt haben. Die fünf größten Kirchen sind die Chirch of God, eine anglikanische Kirche mit typischen Gospel Gottesdiensten, die „Siebter Tag Adventisten“ , Babtisten, Pentecostal und Anglikaner Auch der Islam hat in Jamaika Einzug gehalten, so lebt einer der islamischen Führer des Landes in Bluefields. Es gibt Gerüchte darüber, dass er mit den Anschlägen vom 11. September in Verbindung steht, die sich allerdings nicht beweisne lassen. Auch Buddhismus, Hinduismus und spirituelle Gruppen sind in Jamaika vertreten. Aus früheren Zeiten (15.Jhd.)  gibt es auch noch ca. 200 Juden, die sich gerne als loberal-konservativ darstellen.

Landschaft

Im Osten der Insel erstrecken sich, mit zahlreichen Ausläufern, die etwa 100Km langen Blue Mountains von Nordwesten nach Südostent. Der mit 2256 Metern höchste Punkt der Insel, der Blue Mountain Peak, befindet sich hier.
Die Blue Mountains sind eine Unterseeische Gebirgskette, dessen Gipfel die Insel Jamaika ausmachen. Die Gebirgskette zieht sich durch die Karibik, so dass diese Berge auch in Kuba und Hispaniola ( Haiti / Dom.Rep. ) zu finden sind. Man findet in Jamaika auch erkaltete LAva, die wohl bei der Abspaltung des so genannten Nicaragua Rückens entstanden ist und die Insel geprägt hat. Ansonsten besteht Jamaika aus einem dicken Kalksteinpanzer.

Die Karibische Platte beherbergt Jamaika auf Ihrem nördlichen Randgebiet. Dirtk vor der Küste schiebt sich diese PLatte unter die Nordamerikanische Platte, was Erdbebenauslöst. Im Jahr 1692 wurde so der Ort Port Royal komplett zerstört.

Der wichtigste Bodenschatz in Jamaika ist Bauxit, hauptsächlich im Osten der Insel, nahe Montego Bay zu finden. Gips und Marmor werden ebenfalls abgebaut und exportiert.

Der längste Fluss Jamaikas ist der Rio Minho mit ganzen 92,6 Kilometern. Er verläuft unterirdisch und überirdisch, manchmal fällt er trocken und ist nur in der Regenzeit teilweise mit Schiffen befahrbar. Hier sind nur kleine Schiffe möglich. Da der Fluss nicht durchgängig bewässert ist, ist der Black River eigentlich der längste Fluss der Insel, er hat 53,4 Kilometer Länge und ist gut mit Schiffen befahrbar. Am Ende des Black River wird toruistisch beschifft, so dass Krokodile besichtigt werden können. Er mündet in der Stadt Black River.

Bildung

Erst Ende der 70er Jahre ist das Schulwesen von Jamaika wirklich entwickelt worden und alle Kinder konnten diese Schulen erst besuchen. Die Grundschule ist in Jamaika kostenlos, aber für alle weiteren Ausbildungen kostet es Schulgeld dort zur Schule zu gehen. Schulflicht gibt es keine. Das Bildungssystem ist zentralisiert und ca. 80% der Jamaikaner können Lesen und schreiben. Durch die späte Schuleinführung sind viele Erwachsene Analphabeten.

Kultur

Feiertage

  • 1. Januar – Neujahr
  • Feburar/März – Aschermittwoch
  • März/April – Karfreitag und Ostermontag
  • 22. Mai – Tag der Arbeit
  • 1. August – Befreiungstag der Sklaven (Emancipation Day)
  • 6. August – Erklärung der Unabhängigkeit (Independence Day
  • 3. Montag im Oktober – Tag der Nationalhelden
  • 25./26. Dezember – Weihnachten

Musik

  • Musik ist ein sehr wichtiger Aspekt der jamaikanischen Kultur
  • Gesungen wird in der kreolischen Sprache Patois (gespr. Patwa)
  • sehr starker religiöser Charakter der Musik
  • 1940 – 1950 war der Mento populär – daraus entwickelte sich der Volkstanz
  • Ende der 50er Jahr entstand der erste SKA
  • Ende der 60er Jahr entstand der Reggae
  • Bob Marley, The Wailers und Peter Tosh prägten den Reggae
  • Es gibt zwei Hauptformen: Den Roots-Reggae, der Rastafari beeinflusst ist und oft religiös ist und es gibt den Dancehall, der stark vom HipHop beinflusst wurde und heute gewalltverherrlichend und homophob die Musikszene in Jamaika prägt. Dancehall findet man auf jeder Party . Elephant Man und Sean Paul sind bekannte Musiker Der Dancehall Szene

Literatur

Die Geschichte Jamaikas ist geprägt von der Sklaverei. Frnacis Williams, Sohn von Sklaven war einer der ersten Literaten der Karibik, verfasste lateinische Gedichte und betriebn in Spanish Town eine Schule. Ansonsten war das erste Drittel der Jamaikanischen Literaturgeschichte hauptsächlich von Reiseberichten über die Zustände der Kolonien seitens der europäischen Herrscher geprägt. Viele Reisende sprachen sich für die Vorherrschaft der Europäer über die Sklaven aus, manche auch dagegen. Zustandsberichte prägten die Literatur in dieser Zeit.

Um 1900 entwickelte sich dann eine eigenständige Literaturszene auf der Insel, die von Gedichtbändern in Patois und Renaissance Literatur geprägt wurde. Hier wurde vor allem die Verbindung des Landes Jamaika mit der Afrikanischen Kultur hervorgebracht, was zur Unabhängigkeitsbewegung um 1930 noch verstärkt wurde. Probleme der Arbeiterklasse wurden thematisiert, manche Werke spiegelten auch die Gedanken der Rastafari Bewegung wieder. Geschrieben wurde in englisch.

In der Karibik gibt es generell sehr wenige Verlage, was die Plattform für Autoren sehr klein macht. Bekanntheitsgrade zu erreichen ist schwer, weshalb Schriftsteller auf der Insel nur schwer ihren Lebensunterhalt vom Schreiben bestreiten können. Deshalb verlassen noch heute viele Schriftsteller die Insel um in Kanada oder Großbritannien zu leben und zu veröffentlichen. Manche verloren dabei den Bezug zu Jamaika, andere konzentrierten sich auf Werke in diesen Ländern. Heute sind die eigene Identität, sozialkritische Werke und Werke zur Herkunft aus Afrika Bestand er Literatur in Jamaika.

berühmte Autoren:

  • Antony C. Winkler
  • Louise Bennett-Coverly
  • Marcus Garvey
  • Una Marson

Geschichte, Politik & Wirtschaft

Jamaika ist eine sehr geschichtsträchtige Insel der Karibik und wird von der Kolonialzeit und der Piraterie bestimmt. Im Jahr 1962 erhielt Jamaika seine Unabhängigkeit und ist bis heute freies Mitglied im Commonwealth. Jamaika beteiligt sich an vielen internationalen Organisationen und erlangte im Jahr 2001 den Vorsitz des UNO-Sicherheitsrates.

Auch im Bereich der Politik ist Jamaika immer offener geworden. Als parlamentarische repräsentative demokratische Monarchie übte im Jahr 2006 zum ersten Mal eine Frau das Amt des Premierministers aus. Politische Organisationen und Parteien sind zum größten Teil in der Hauptstadt Kingston angesiedelt.

Die Wirtschaft Jamaikas wird vom Export und der Landwirtschaft bestimmt. Wichtige Exportgüter sind hierbei Zuckerrohr, Aluminium und Bauxit. Die USA sind der größte Handelspartner der karibischen Insel. Im Land selbst herrscht eine große Spanne zwischen Armut und Reichtum. Viele Menschen konzentrieren sich auf den Tourismus und wollen den Urlaubern in Gästehäusern eine Unterkunft bieten.

Kultur in Jamaika

Auf den folgenden Seiten sollen die Kulturmerkmale von Jamaika vorgestellt werden. Wichtige Produkte und Künstler werden vorgestellt. Sportler und Gerichte werden informativ erklärt.

Tradition und Feiertage auf Jamaika

Traditionen und Feiertage nehmen hinter dem Sport einen wichtigen Stellenwert in der jamaikanischen Kultur ein. Dabei gleichen sich einige Feiertage mit den in Europa bekannten Festen, wie beispielsweise Weihnachten. Andere Tage existieren wiederum speziell auf Jamaika und sind oftmals an politische oder sportliche Ereignisse geknüpft.

Feierlichkeiten werden in Jamaika mit einer besonders starken Lebensenergie und guten Laune begangen. Musik, Tanz und der Zusammenhalt unter den Einwohner ist ein überwältigendes Erlebnis für alle Urlauber. Demnach bietet es sich an, die persönliche Reisezeit nach Jamaika auf eines der verschiedenen Feste oder auf einen Feiertag fallen zu lassen. Viele Feste werden mit Umzügen durch die Städte und mit Galas gefeiert.

Reggae als Musikrichtung ist wiederum eine Tradition für sich und in Jamaika immer allgegenwärtig. Höhepunkt dieser Tradition ist das Reggae Sunsplash als großes Festival in Portmore. Auf Einheimische und Urlauber warten hier fünf Abende gefüllt mit Konzerten und Tanz zu ehren dieser besonderen Musikrichtung und allen Stars, die aus dem Reggae hervorgegangen sind.

Offizielle Feiertage in Jamaika

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1. Januar – Neujahr
Feb/März – Aschermittwoch
März/April – Karfreitag
März/April – Ostermontag
22. Mai – Tag der Arbeit
1. August – Befreiungstag der Sklaven
6. August – Unabhängigkeitstag
Oktober – Feiertag der Nationalhelden Jamaikas
25. Dezember – 1. Weihnachtstag
26. Dezember – 2. Weihnachtstag

Die Geschichte Jamaikas

Vorkolonialzeit

Die Mitglieder der Stämme Arawak und Taino waren die Ureinwohner von Jamaika. Sie lebten zwischen 4000 und 1000 v. Chr. und der heutige Name des Landes stammt aus dieser Zeit. Jamaika ist auf das Wort „Chaymaka“ zurückzuführen und bedeutet Insel der Quelle. Die Stämme betrieben überwiegend Ackerbau und Fischfang und die Häuser wurden aus Schilf und Stroh gebaut. Im Jahre 1494 entdeckte Christoph Kolumbus während seiner zweiten Reise den Instelstaat und betrat als erster Europäer das Land. Zu dem Zeitpunkt lebten dort etwa 100.000 Menschen friedlich zusammen.

Eine Kolonie Spaniens (1509-1655)

Im Jahre 1509 wurde Jamaika spanische Kolonie nachdem es einen jahrelangen Streit zwischen Diego Kolumbus, dem Sohn von Christoph Kolumbus, und der spanischen Krone gab. Diego Kolumbus wurde schließlich Vizekönig aller Inseln, die sein Vater entdeckte und er durfte Steuern erheben und einen Anteil des gefundenen Goldes selber behalten. Den Namen änderte er schnell in Santiago um, wobei sich dieser nie einbürgerte. Sogar die spanische Krone verwendete weiterhin den ursprünglichen Namen Chaymaka.

Die Kultur der Ureinwohner zerfiel schnell durch mitgebrachte Krankheiten und harte Arbeitsbedingungen. Sie wurden durch die Siedler brutal behandelt und gelten schon im 17. Jahrhundert als ausgestorben. Um die Arbeiten auf der Insel voranzutreiben verschifften die Spanier ab 1517 erste afrikanische Sklaven auf die Insel. Die Hauptstadt war zu diesem Zeitpunkt Nueva Sevilla, das heutige Spanish Town.

Die Landwirtschaft wurde verändert und neu geplant. Das System nannte sich Encomienda und alle Spanier bekamen große Ländereien zugewiesen, auf denen die restlichen Ureinwohner versklavt wurden. Der Umgang mit den Ureinwohnern war menschenverachtend und trug dazu bei, dass die indianische Kultur immer mehr ausstarb. Edelmetalle konnten auf der Insel jedoch nicht gefunden werden. Spanien entschloss sich deshalb nach Mexiko zu siedeln und auf Jamaika bliebt eine schwache Bevölkerung zurück.

Die Kolonie unter britischer Hand (1655-1962)

Am 10. Mai 1655 landeten unter Admiral William Penn die ersten englischen Siedler auf der Insel. Die verbliebenen Spanier ergaben sich schnell und flohen ohne Widerstand nach Kuba. Zuvor befreiten sie ihre Sklaven und statteten sie mit Waffen aus, in der Hoffnung, sie würden sich gekonnt gegen die Engländer schützen. Sie traten jedoch keinen Kampf an und zogen sich in das Landesinnere zurück, wo sie unter dem Namen Maroons leben konnten. Der letzte spanische Gouverneur Cristobal Arnaldo de Ysassi wollte nicht kapitulieren und kämpfte gegen die Engländer. Trotz der Unterstützung aus Kuba konnte er nicht standhalten und musste nach zwei Niederlagen endgültig aufgeben. 1670 wurde im Vertrag von Madrid die englische Ãœbernahme schriftlich niedergelegt.

Unter englischer Regierung konnte Jamaika einen wirtschaftlichen Aufschwung erleben und es wurden mehrere Plantagen angelegt. Auch die Piraterie war in der Gegend weit verbreitet. Unter britischer Duldung belieferten die Freibeuter die neu gegründete Hauptstadt namens Port Royal. Ein Erdbeben 1692 zerstörte jedoch die Stadt und Spanish Town war wieder so lange Hauptstadt bis sie 1755 von Kingston abgelöst wurde. Die Franzosen versuchten das Land zu übernehmen, doch der Anführer Du Casse musste sich mit seinen Soldaten auf das Schiff zurückziehen und scheiterte. Eine erneute Eroberung 1782 schlug fehl, als die französische Flotte in der Schlacht von Les Saintes von den Engländern besiegt wurde.

In den 1730er Jahren kam es immer wieder zu Konflikten mit den ins Inland gezogenen Maroons. Sie versuchten die neu genommenen Sklaven der Engländer wieder zu befreien und die Auseinandersetzungen erreichten ihren Höhepunkt, als Nanny Town in den Blue Mountains komplett von den Briten zerstört wurde. Die Maroon bekamen eine eigenständige Kolonie, doch sie mussten die entflohenen Sklaven wieder zurückführen. Nach kurzer Zeit weigerten sie sich weitere Menschen auszuliefern und begannen einen neuen Krieg. Über 5000 Soldaten wurden benötigt, um die Aufständischen niederzuschlagen.

Am 1. August 1838 wurde die Sklaverei abgeschafft. Das Parlament erließ dafür ein Gesetzt und befreite somit viele Menschen, die ins Innere des Landes zogen. Die Wirtschaft musste jedoch darunter leiden, da mit den Sklaven auch viele Arbeitskräfte wegfielen. Die Plantagen gingen bankrott und eine Wirtschaftskrise bestimmte das Land. Die hatte zur Folge, dass die Bevölkerung immer unzufriedener wurde, die Steuern stiegen an und es hohe Diskriminierung seitens der Gerichte.

Die Zustände der Bevölkerung verschlechterten sich und im Oktober 1865 kam es zu einer Rebellion, die brutal von der Regierung zerschlagen wurde. Jamaika wurde danach zur Kronkolonie erklärt und verlor damit das Selbstverwaltungsrecht. Mit einem neuen Gouverneur kamen auch zahlreiche Reformen, welche die Situation des Landes wieder verbesserten. Ein neues Bildungssystem wurde erschaffen und es existierten Arbeitsgesetze. Die Infrastruktur konnte ausgebaut werden im ersten Weltkrieg kamen etwa 10.000 der Alliierten Soldaten aus Jamaika.
Die Bevölkerung verlange nach und nach mehr Unabhängigkeit und somit wurde 1938 die erste große Partei namens People’s National Party (PNP) gegründet. In der Verfassung von 1944 wurde wieder ein gewisses Selbstverwaltungsrecht mit aufgenommen und die ersten freien Wahlen konnten stattfinden. Während des zweiten Weltkriegs wurde die Insel als Stützpunkt von Großbritannien und der USA genutzt und unterstütze den Krieg mit Geld und Soldaten. Nach dem Krieg ging die innere Verwaltung komplett an die Volksversammlung über. Eine neue Hochschule wurde errichtet und die Westindische Föderation wurde gegründet.

Ein Souveränes Jamaika (1962-heute)

Am 6. August 1962 wurde Jamaika als unabhängig erklärt und wurde zum freien Mitglied im Commonwealth. Die Jamaica Labour Party kam an die Macht und das Land konnte mehreren internationalen Organisationen beitreten. 1966 beherrschten Bandenkriege die Stadt Kingston, wobei die Polizei und das Militär einen Monat brauchte, um die Situation zu kontrollieren. Alexander Bustamente musste als Premierminister zurücktreten, weil er schwer erkrankte. Hugh Shearer regierte das Land weiter und er führte 1971 den Jamaika-Dollar ein.

Eine Dürre zog über das Land, die auch Shearer nicht in den Griff bekam. Die Bevölkerung zweifelte an der Party und wählte 1972 die PNP mit Michael Manley. Er führte den demokratischen Sozialismus als Staatsform ein und knüpfte Beziehungen zu Russland und anderen sozialistischen Staaten. Die Beziehungen zu Fidel Castro wurden jedoch in Frage gestellt und die Wirtschaft begann jedoch zu stagnieren. Manley wurde 1980 abgewählt und Edward Seaga bildete eine neue Regierung. Die Beziehungen zu Kuba wurden gelöst und es wurde eine enge Beziehung zu den USA aufgebaut. Der Kapitalismus kehrte zurück nach Jamaika, doch die Wirtschaft konnte sich nicht erholen. Der Hurrikan Gilbert verursachte 1988 einen enormen Schaden auf der Insel. Mehrere tausende Menschen wurden obdachlos. Wirtschaften und Infrastruktur erholten sich nur sehr mühsam.

1989 kehrte Manley wieder an die Macht und führte die freie Marktwirtschaft ein. Percival J. Patterson gewann als sein Nachfolger die kommende Wahl. Bis 2006 bliebt er im Amt und verbesserte die Wirtschaftslage. Banken und Versicherungen wurden gegründet. 1996 erschütterte eine Finanzkrise die neu aufgebaute Wirtschaft. Weiterhin beteiligte sich Jamaika an internationalen Organisationen und erreichte 2001 sogar den Vorsitz des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen.

Traditionen und Sitten auf Jamaika

Weihnachten auf Jamaika

Wie überall auf der Welt hat auch Jamaika viele verschiedene Traditionen. Vor allem zur Weihnachtszeit sind diese ganz besonders ausgeprägt. Die Traditionen sind schon seit vielen Jahren unter den Menschen bekannt.

Anfang Dezember wird es auch auf Jamaika etwas kühler, aber dennoch sind die Temperaturen recht mild. In dieser Zeit trägt, der Zuckerrohr und auch die Weihnachtssterne blühten in Weiß und Rot. Sehr bekannt in Jamaika ist zu dieser zeit der plum puddung. Hier gehören Rosinen, Backpflaumen oder Korinthen mit in die Mischung sowie weißer Rum oder Portwein. Alle diese Zutaten sind zu dieser Zeit generell erhältlich.

Anbau der Roselle

Eine weitere Tradition zu dieser Zeit ist es, dass die Roselle angebaut wird. Diese ist überall erhältlich, denn aus der Frucht kann ein süßliches Getränk hergestellt werden. Zu den bekanntesten weihnachtlichen Feierlichkeiten auf Jamaika gehörte einst der Grand Market und Jonkonnu. Der Grand market war eine Art Kirmes, welches in den Zentren der Großstädte stattgefunden hat. Solch eine Feierlichkeit ging bis in die frühen Morgenstunden des ersten Weihnachtstages.

Vor der Zeit der Sklavenbefreiung wurde Weihnachten auf Jamaika sehr intensiv gefeiert. Es war die längste Zeit des Jahres, an der nicht gearbeitet werden musste. Ab dem ersten Weihnachtstag herrschte dann Karnevalsatmosphäre. Zu dieser Festlichkeit musste man sich immer fein kleiden.

Musik als Tradition

Eine sehr bekannte Musik in Jamaika, welche zur Tradition geworden ist, ist Reggae. Es gibt zahlreiche Künstler und Musiker, welche die Musik auf unterschiedlichen Festivals preisgeben. Ein weiterer wichtiger Bestandteil in der Kultur und Tradition von Jamaika ist der Tanz. Ein richtiger Jamaikaner sagt, dass das Herz der Einwohner hier niemals aufhören wird zu tanzen. Die Jamaikaner haben die Mentalität, überall zu tanzen.

Wichtige Feiertage

In Jamaika gibt es drei verschiedene Feiertage. Zum einen ist der erste August ein Feiertag, da an diesem Tag das Land von der Sklaverei befreit wurde. Als zweiter Feiertag gilt der Unabhängigkeitstag. Dieser wird am 6. August gefeiert und als dritter nationaler Feiertag ist der Tag der Helden zu betrachten. Dieser wird am dritten Oktober gefeiert. Allen voran ist Marcus Garvey. Er hat viel zur Geschichte Jamaikas beigetragen und wird aus dem Grund als Held gefeiert.

Die Natur auf Jamaika

Durch die Isolation der Insel, ist Jamaika reich an endermischen Tier- und Pflanzenarten (Arten die es nur auf Jamaika gibt). Durch die günstige Lage in Mittelamerika ist die Insel Winterquartier und Durchgangsstation zahlreicher nordamerikanischer Vogelarten.

Vom WWF wurde Jamaika in drei Ökoregionen eingeteilt: die Mangroven an einigen Küstenabschnitten, den jamaikanischen Trockenwald, der sich als Streifen entlang der Küste entwickelt hat, und den jamaikanischen Feuchtwald im Landesinneren. Ursprünglich gab es nur wenige offenen Flächen auf der fast vollständig mit Wald bedeckten Insel. Heute sind nur noch ca 6% der Landfläche in ihren ursprünglichen Zustand. Der Rest wurde durch Landwirtschaft und Bebauung zerstört. 1995 wurde Jamaika vom WRI als Land mit der höchsten Abholzungsrate weltweit bestimmt. Unter den immer größer werdenden Einfluss des stark zunehmenden Ökotourismus, wurden Gesetze zum Schutz der verbleibenden Lebensräume der einheimischen Flora und Fauna erlassen. Deren Durchsetzung ist in Jamaika aber sehr schwierig. Ein Naturschutzpark wurde im Cockpit Country eingerichtet, der WWF kritisiert jedoch, dass Schutzvorschriften nur unzureichend durchgesetzt werden.

Vulkanischer Ursprung

Ein Teil Jamaikas ist vulkanischen Ursprungs und vor etwa 100 Millionen Jahren entstanden. Die endgültige Form erhilt die Insel vor ca 10 Millionen Jahren als durch tektonische Bewegungen eine große Kalksteinplatte aus dem Meer gehoben wurde. Man geht davon aus das vor rund 50 Millionen Jahren sich bereits ein Teil der Landmasse gehoben hat und später wieder vom Meer zurückerobert wurde. Ãœber Flora und Fauna aus dieser Zeit ist nicht viel bekannt, auf Grund von Fossilfunden aus dieser Zeit geht man davon aus das Jamaika auch damals schon sehr artenreich war.

Man geht davon aus das die in Jamaika heimischen Tierarten über Treibhölzer oder den Luftweg auf die Insel gekommen sind. Seit einigen Jahren glaubt man das evtl auch durch eine mögliche Landverbindung zu Hispaniola einige Tierarten eingewandert sein könnten.

Religion in Jamaika

In Jamaika gibt es mehr Kirchen auf dem Quadratmeter, als irgendwo anders auf der Karibik. Sehr weit verbrietet ist das Christentum, aber es gibt auch noch einige andere Religionsgemeinschaften, darunter befindet sich die Rastafari.

Viele historische Ereignisse haben den Aspekt der Insel sowie das Leben darauf beeinflusst und dies betrifft ebenso die Religion. Jamaika erlaubt seinen Siedlern mehr Religionsfreiheit als beispielsweise in England.

Glaubensvorstellungen

Eine Kombination von christlichen und afrikanischen Glaubensvorstellungen hat kleinere Religionen geschaffen. Rund 61 Prozent der Einwohner in Jamaika gehören dem evangelischen Christentum an. Chruch of God ist eine spezifische Stückelung, welche nach der evangelischen Christenheit die meisten Anhänger aufweist. Hier gehören 24 Prozent dazu. Dann gibt es die Siebenten-Tag-Adventisten. Hier haben sich 11 Prozent dafür entschieden. Es gibt noch acht weitere Stückelungen, was die Religion auf Jamaika anbelangt. Rastafari gehört ebenfalls zu einer religiösen Bewegung. Menschen, welche der Religion und der Bewegung angehören, setzen viel auf die Passagen aus der King-James-Bibel. Die Menschen sind meist dunkelhäutig und man erkennt sie an ihren Rasterlocken. Die Rastas glauben an die Unabhängigkeit in Jamaika und nach diesem Prinzip wollen sie auch leben.

Die vielfältigen Bräuche der unterschiedlichsten Religionen

Die Einwohner Jamaikas sind sehr religiös und haben sich die Geschichten und Sagen ihrer Vorfahren erhalten. Aus diesem Grund werden auf der Insel bis zu einhundert verschiedene Kulturen praktiziert. Die Jamaikaner sind sehr abergläubisch und glauben beispielsweise an Geister. Aus diesem Grund verfolgen sie zahlreiche Strategien, um sich von diesen Geistern zu befreien. Somit wird das Besteck überkreuzt auf den Tisch gelegt oder eine Bibel neben das Bett des Kindes gelegt, damit deren Schlaf geschützt wird. Zudem gibt es zahlreiche Heiler, die Krankheiten mit ihren geheimen Mixturen vertreiben wollen.

Vielfalt der Religionen

Die Religionen sind auf Jamaika in jedem Bereich anzutreffen und nehmen somit Einfluss auf Zeremonien, das politische Leben sowie die Wirschaft. Das Land ist überwiegend christlich geprägt und verfügt über große Gruppen von Baptisten, Katholiken oder Anglikanern. Der Islam und das Judentum sind ebenfalls vertreten, kommen aber lediglich in geringer Zahl vor. Die Vielfalt des nationalen Erbes ist somit sehr groß. Außerdem belegt das Guiness Buch der Rekorde, dass Jamaika das Land mit den meisten Kirchen pro Quadratkilometer ist. Die Jamaikaner glauben fest an eine höhere Gewalt sowie an die Sterblichkeit des Menschen. Sie verbringen somit sehr viel Zeit in der Kirche und sind voll und ganz von ihrem Glauben überzeugt. Besonders am Sonntag wird der Einfluss der unterschiedlichen Religionen ersichtlich. Während der morgendlichen Versammlung sind Männer mit Filzhüten, dunklen Anzügen sowie polierten Schuhen und einem gestärkten Hemd anzutreffen. Die Frauen tragen farbige Kleider, die von lokalen Näherinnen angefertigt wurden. In den ländlichen Gegenden sind bevorzugt Anhänger der Auferstehungssekte anzutreffen, die in weißen Gewändern gekleidet sind sowie die Köpfe in Rot, Weiß oder Grün tragen. Sie singen und bewegen sich im Rhythmus der Trommeln und Tamburins.

Religiöse Gruppen auf Jamaika:

  • Anglikaner
  • Baptisten
  • Katholiken
  • Methodisten
  • Presbyterianer
  • Pfingstkirchler
  • Quäker
  • wissenschaftsgläubige Christentum
  • Pocomania
  • Kumina
  • Rastafari
  • Voodoo

Die Entstehung von Rastafari und Pocomania

Die vielfältigen kulturellen Vermischungen ließen religiöse Formen wie Rastafari und Pocomania entstehen. Diese waren auch Werkzeuge der Rebellion in der Kolonialzeit und richteten sich gegen den Status quo. Die Pocomania bewegen sich zu dem heiligen Boden und sind mit Flaggen versehenen Bambusstangen gekennzeichnet, um den Gottheiten unter der Führung des „Schäfers“ und der „Mutter“ Trankopfer anzubieten. Kunstvolle Zeremonien, die Obst, süße Brote sowie Lebensmittel und farbige Kerzen bereithalten, werden als Fürbitte für Segnungen in Form von Schutz, Erneuerung und Heilung durchgeführt.

Die Anhänger des Rastafaris werden an ihren zeremoniellen Roben, Turbanen, Wollmützen und Stäben, die mit dem Rot, Grün und Gold der Flagge Äthiopiens versehen sind, erkannt. Diese Farben sind ein äußerer Ausdruck ihrer Identität und werden aus Respekt vor dem Vaterland getragen. Die Rastatrommeln und Gesänge dienen dazu, die Verbindung mit Ras Tafari zu erneuern. Die ergreifende Botschaft der Repatriierung ist dabei immer auf den Lippen. Rastafari entstand in den 1930er Jahren aus dem Christentum und weist zahlreiche alttestamentliche Bezüge auf. In Verbindung mit der Gründung der Rastafari-Bewegung steht Marcus Garvey. Er ist der Gründer der Back-to-Africa-Bewegung. Zudem sagte er in den 1920er Jahren die Krönung eines mächtigen schwarzen Königs in Afrika voraus. Die Krönung Haile Selassies zum Kaiser von Äthiopien bestätige diese Prophezeiung im Jahr 1930.

Rastafari – Lebensbewegung auf Jamaika

Rastafari ist eine der farbigen Bevölkerungen Jamaikas, welche in den 30er Jahren entstanden ist. Heut ist Rastafari eine weltweit verbreitete Glaubensrichtung, welche aus dem Christentum entstanden ist und viele alttestamentliche Ähnlichkeiten aufweist. Diese Bewegung, welche nun bereits seit vielen Jahren existiert, lehrt den Anhängern die Göttlichkeit Haile Selassies. Bei der Göttlichkeit handelt ers sich um den letzten Kaiser von Äthiopien.

Sein Herrschertitel war Neguse Negest was soviel bedeutet, wie König der Könige. Noch bis heut gilt Haile Selassie als das Symbol der vertretenen Rastafari-Bewegung. Der Namen dieser Bewegung wurde von seinem ursprünglichen Namen Ras Tafari Makonnen abgeleitet. Am 21. April 1966 stattete er Jamaika einen Staatsbesuch ab und die Jamaikaner haben ihn sofort erkannt. Unter dem Ehrentitel Löwe von Juda findet man in der Bibel die gottgleiche Verehrung unter den Rastafris. Hier wird Haile als wiederkehrender Messias gesehen. All dies wurde bis in die heutige Zeit so beibehalten und viele Menschen haben darin ihren Glauben gefunden und ihren Lebensstandard danach gerichtet.

Babylon als Bewegung der Rastafari

Im Zentrum des Rastafaris steht die Anerkennung des Haile Selassies. Dieser wird als wiedergekehrter Messias und lebendiger Gott auf Erden geheiligt. Ein weiteres Hauptmerkmal ist die Ablehnung der westlichen Weltanschauung. Das wird gleichzeitig von den Anhängern als Babylon oder Babylon-System bezeichnet. Der Kampf für die Gleichberechtigung der schwarzen Bevölkerung ist ebenfalls ein Hauptmerkmal der Rastafari.

Die Rastafari-Bewegung, auch das Babylon-System oder Babylon genannt, beruht in seinem Namen auf der Anlehnung an die biblische Verwendung des Begriffes und stellt damit einen Ausdruck für das herrschende „westliche“ Gesellschaftssystem dar, das als korrupt und unterdrückend verurteilt wird. In der biblischen Geschichte vom babylonischen Exil der Israeliten erkannten die Rastafari Parallelen zur Verschleppung ihrer eigenen afrikanischen Vorfahren nach Amerika und spielten mit dem Ausdruck Babylon-System auf die westliche Welt an. Weltweit bekannt, wurde der Begriff durch die Raggae-Musik. Der Begriff variiert zudem und wird entsprechend des persönlichen politischen und kulturellen Hintergrundes ausgelegt. Im Babylon-System kann jedoch kritisiert werden, dass die gesellschaftlichen Missstände wie Unterdrückung, Ignoranz und Hass gegenüber Mitmenschen angeprangert werden, aber widersprüchlicherweise auch innerhalb der Rastafari-Kultur betrieben werden, denn besonders der Hass gegenüber Homosexuellen ist sehr groß.

Rituale in Jamaika

Die Rituale auf Jamaika betreffen hauptsächlich die Rastafari Bewegung. Hier gibt es bestimmte Symbole und Verhaltensregeln, nach denen die Jamaikaner leben. Eines der zentralsten Rituale in Jamaika ist das rauchen von Marihuana. Marihuana zählt dabei als heilige Pflanze und wird zu Gebeten oder zur Meditation geraucht. Die Pflanze verspricht Weisheit, Wissen und Erkenntnis. Gleichzeitig benutzen die Jamaikaner Marihuana als Gewürz und zu medizinischen Zwecken. Eine andere gebräuchliche Bezeichnung lautet Ganja.

Nyabinghi Versammlungen

Die Nyabinghi Versammlungen können drei bis sieben Tage andauern und finden meist in den ländlichen Gebieten der Insel statt. Hierbei wollen sich die Rastas vom schädlichen Einfluss Babylons spirituell befreien. Sie meditieren, rauchen Marihuana und fasten tagsüber. Nachts werden Feuer angezündet und die Rastafari tanzen, trommeln und singen. Die Befreiung und Reinigung von Körper und Geist ist wichtig, um eine intensive Erfahrung mit Haile Selassie zu erreichen, der göttlichen Kraft.

Symbole auf Jamaika

Symbole sind wohl in jedem Land vertreten. Sie zeigen oft die Mentalität und die Lebensweise der Menschen. Des weiteren werden mit den Symbolen besondere Pflanzen oder Tiere dargestellt, welche es nur in diesem Land gibt.

Eines der wohl bekanntesten Symbole in Jamaika ist die Flagge des Landes. Sie wurde das erste Mal im Jahr 1962 am Unabhängigkeitstag erhoben. Die Flagge soll Erinnerungen an vergangene Erfolge wiederbringen ebenso, wie Geist und Anregungen geben. Die Symbolik der Flagge ist einfach zu erklären.

Schwarz zeigt die Stärke und Kreativität der Menschen. Gold zeigt den natürlichen Reichtum sowie das Sonnenlicht und grün stehen für die Hoffnung und landwirtschaftliche Ressourcen. Dennoch ist die Flagge nicht das einzige Symbol, was Jamaika zu bieten hat. Danach folgt das Wappen.

Jamaikas Motto

Das jamaikanische Motto lautet “ Aus vielen ein Volk“. Dieses Motto ist auf die Bevölkerung bezogen. Es sind verschiedene Wurzeln vorhanden und dennoch, obwohl die Menschen so verschieden sind, bilden sie ein Volk. Auf dem Wappen ist ein männliches und ein weibliches Mitglied des Taino Stamm zusehen und auf beiden Seiten ein Schild, sowie ein rotes Kreuz mit fünf goldenen Ananas Bären. Zudem zeigt das jamaikanische Wappen ein Krokodil, welches seinen Platz auf dem Royal Helm gefunden hat.

Ein weiteres Symbol für das Land ist der Jamaican national Bird. Hierbei handelt es sich um einen Arzt Vogel oder einen Schwalbenschwanz Kolibri. Hierbei handelt es sich um eine der bedeutendsten Arten der Kolibris. Der Vogel lebt nur in Jamaika und fällt besonders durch seine schillernden Farben auf.

Ein weiteres Symbol ist nationale Blume von Jamaica. Hierbei handelt es sich um die Lignum Vitae. Diese Blume hatte Christoph Kolumbus auf seiner Reise entdeckt. Wird der Name der Pflanze aus dem lateinischen übersetzt, dann nennt sich die Blume “Holz des Lebens“

Eines der letzten Symbole ist der nationale Baum von Jamaika. Dieser nennt sich Blue Mahoe und ist seit vielen Jahren auf dieser Insel heimisch. Er wächst sehr schnell und erreicht oft bis zu 20 Meter. Die innere Rinde des Baumes wurde früher als Kuba Rinde bezeichnet, weil sie zum Binden von Havanna Zigaretten genutzt wurde.

Zeremonien in Jamaika

Die Zeremonien in Jamaika haben hauptsächlich religiöse Hintergründe. Im Einklang mit der göttlichen Kraft Haile Selassie wollen die Jamaikaner ihre Seele und ihren Körper reinigen. Im Anschluss derartiger Zeremonien finden Feiern und Feste zu ehren der Göttlichkeit statt. Die Jamaikaner tanzen, singen und rauchen Marihuana, auch als Ganja bekannt. Viele Urlauber nutzen eine Reise auf Jamaika, um hier unter romantischen Palmen ihre Hochzeits-Zeremonie durchzuführen.