Kategorien
Erfahrungsbericht

In Jamaika ist Regenzeit

Ich komme derzeit seltener ins Internet, denn dazu muss ich in’s Cafe. Die letzten Tage hat es nur geregnet, schon den 5. Tag können wir eigentlich überhaupt nichts machen. Das ist zugegebenermaßen schon etwas langweilig. Es fährt kein Taxi, es fahren keine Busse. Naja gut, es fahren schon welche, aber die nehmen einen nicht mit wenn man nass ist und das sind wir, wenn wir die 500 Meter bis zur Straße gelaufen sind. Unsere Auffahrt, wenn man die so nennen darf, hat sich in einen ca. 25 cm tiefen Fluss verwandelt, bei einem der Nachbarn läuft es direkt in die Tür hinein. Die anderen Nachbarn waren klüger und haben Ihr Haus gleich auf Stelzen gebaut. Das sind dann meistens kleinere Holzblöcke oder Ziegel auf denen das Haus steht. Höchst interessant und statisch nicht unbedingt sicher, aber es funktioniert. Das ist hier zwar kein Hurrikan, aber die Jamaikaner sagen, dass vor einem meist so ein Wetter ist. Na ja da sitze ich also hier und schaue dem Regen zu, warte bis alle aufwachen und mit ein wenig Glück geht es heute zu bMobile nach Savanna-la-mar. Ich will endlich Internet  Eben habe ich beobachtet wie eine schwarze Wand vom Meer aus auf das Haus zukam (wir haben derzeit einen wohl nicht alltäglichen Meerwind). So hohe Wolken habe ich noch nicht gesehen, davor fast blauer Himmel und die Unterkante kaum 300m hoch, wirklich schwarz. Man hat gesehen wie die Regenfront erst langsam das Meer verschlungen hat, dann das Ufer und zuletzt stand schon der Nachbar in grauem Dunst. Dann ein Rauschen, lauter werdend, zack war ein Platzregen da, das könnt Ihr auch nicht vorstellen. Hier regnet es wie aus Gieskannen, ach was, wie aus Badewannen. Ziemlich krass, aber zumindest ist das Dach dicht. Da ist nur ein kleiner Zwischenraum in dem man manchmal Ratten Rumfuhrwerken hört.